WIP² / Taschenkarten-Sammlung

2 ▪ Work in Progress // Seit dem ersten Aufschlag zur Taschenkartensammlung sind einige Monate vergangen und die Rückmeldungen sind überwältigend positiv. In der Zwischenzeit ist die Sammlung gewachsen, im August 2026 auf nunmehr 390 Seiten. Weitere Taschenkarten des THW, der Bundeswehr und Feuerwehren haben Eingang gefunden, die Struktur ist überarbeitet und weitere Materialexperimente brachten wechselhaften Erfolg.

Ein Versuch, den Einband in Folie zu fassen, schlug fehl. Die selbstklebende Oracal-Folie hielt der mechanischen Belastung am Buchrücken nur wenige Wochen Stand, bevor sie an den beanspruchten Ecken / Knicken riss. Die Lösung seitdem: Gewebeband. An den weniger beanspruchten Kanten und Oberflächen hat sich die Folie seit einem halben Jahr jedoch ganz gut geschlagen, sodass Folie als Einband mit einem gewebeverstärkten Rücken ggfs. doch eine Option bleibt.

Ein weiterer Versuch ist die Bindung mit Splinten, die als Heftnadeln eine Lage (4 Blatt, 16 Seiten) fixieren. Der Splint wird durchgesteckt und auf der einen Seite umgebogen, die übrig bleibende Öse auf der anderen Seite wird zum Verbinden der Lagen genutzt. Die Ösen können dazu in einen Ringhefter eingeheftet werden. Das funktioniert prinzipiell und ist deutlich weniger aufwendig als eine Fadenbindung – ist allerdings auch nicht so elegant. Ein Vorteil ist außerdem, dass sich hier Aktualisierungen einfach umsetzen lassen. Ausheften, neumachen, fertig. Problematisch war für mich ein Ausreißen der Lochung beim Umbiegen der Splinte, zu geringe Ösendurchmesser (Öse verhakt beim Verschieben im Ringhefter) und ungleichmäßige Höhe der einzelnen Lagen im Hefter durch ungenaues Einsetzen der Ösen. Vielleicht genügt das jedoch für einige Anwender:innen zum einfachen Binden von mehreren Taschenkarten, da es einfach umzusetzen und wartungsfreundlich ist.

Auch eine weitere klassische Bindetechnik habe ich ausprobiert, die Klebebindung. Hierzu habe ich breite Thermoklebestreifen in eine einen Kunstledereinband (Sidra Apfelleder) eingelegt, den Buchblock als Loseblattsammlung in einem entsprechenden Gerät thermisch mit dem Einband verbunden und den Buchblock anschließend passend beschnitten. Damit habe ich auch die erste Softcover-Variante der Taschenkartensammlung umgesetzt, an sich ist es jedoch auch möglich, den thermisch verklebten Block in einen Hardcover-Einband einzusetzen. Das hat sehr gut funktioniert, das Sidra-Leder lässt sich gut verarbeiten. Um ein Wellen / Biegen der Einbanddeckel zu vermeiden habe ich die Vorder- und Rückseite innen mit blauem Karton verleimt. Den Buchschnitt habe ich mit dem farbigen Register aus dem Inhaltsverzeichnis versehen.

Für den Einstieg zum Nachbauen einer Sammlung mittels TeX stelle ich nachstehend ein MWE zur Verfügung.

Minimal Working Example des Ausstanzens von DIN-A6 Einzelseiten aus einem DIN-A3 Druckbogen einer Taschenkarte mithilfe des pdfpages-Paketes in TeX. Die Maße variieren je nach Genauigkeit der Druckvorlage. Demo am Beispiel der Taschenkarte „Grundlagenwissen Führungszeichen und Telekommunikationsmittel“ des THW, Datei „TKen_Fue56_Druckvorlage_TN_(HD03-14)“.


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